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2006

01/06 Die Beichte - Theater KAENDACE

Inszenierung/ Bühne: Klaudia Reichenbacher
Darsteller: Maximilian Achatz, Alexander Mitterer
Autor: Felix Mitterer

 

Nochmals war in Graz zu sehen das aufrüttelnde Stück über sexuellen Missbrauch an Kindern, die beinharte Abrechnung eines Mannes mit einem Priester, der ihn einst sexuell missbraucht hat und mit seiner eigenen Schuld. Denn inzwischen ist das Opfer selbst zum Täter geworden: gegenüber seinem eigenen Kind - dabei stellt sich die Frage nach möglicher Vergebung…


"Maximilian Achatz und Alexander Mitterer schaffen es in ihrer "Beichte" die Seelen der Zuschauer zu berühren. Auf eine Art, die schmerzt und wütend macht über das, was war." (Südtiroler Wochenmagazin, April 2005)





02/06 AB-ORT - „Nobody is perfect"

Akteure: Ronny Baumhackl, Phoenix, Rainer Hatzl, Hans Senger, Berti Völker, Martin Vieregg
Text: Ronny Baumhackl, Peter Ulrich und Gruppe
Bühnenbild: Bernhard Bauer
Theaterarbeit und Regie: Armin W. Nimra / Ruckerbauer, Michael Wrentschur

Ausgangs- und Angelpunkt ist ein Stückfragment, in dem ein wohnungsloser Mensch und ein Bankmanager, versehentlich eingeschlossen in einer Toiletteanlage, aufeinander treffen. Ein konfliktreiches Wechselspiel über Hilfe und Vertrauen, Vorurteile und Abhängigkeiten, eingesperrt und ausgesperrt sein, über den Wert und den Nutzen des Menschen entwickelt sich.

Ab-Orte des Lebens ziehen an den Augen des Betrachters vorbei. Wer verdient an Notlagen? Wer nutzt sie aus? Und wie ist es um Vertrauen und Misstrauen bestellt? Was ist ein Mensch wert in unserer Gesellschaft? - Ist Geld mehr wert ? – Der Mensch fällt mit dem Nichtgeld... Für wen sind Ab-Orte Lebensräume? Wo entsorgt die Gesellschaft ihren seelischen Müll?
Mensch ist Mensch.





03/05 Schlamassl - Werkraumtheater

Buch: Franz Blauensteiner
Regie / Bühne / Kostüme: Blauensteiner & Kanzian
Maske: Kurt Malik
Licht / Ton: Tom Bergner
es spielen: Uschi Florian, Gazmend Itaj, Reinhard Loibner, Rezka Kanzian, Franz Blauensteiner

 

Alles Theater, nichts ist Theater. Bühnenwirklichkeit und Realität. Theaterdirektor Hochrattler alias Pantalone, die Schauspieler Wanitschek, Tirschwitz und Grüber alias Arlecchino, Colombine, Pulcinella ... eine Hausgemeinheit im Leben als auch auf der Bühne, ein Schlamassl. Neue - alte Figuren der Commedia dell´ arte im Stil der Posse aktualisiert.

Die Comedia dell´ arte und das Absurde Theater. Der Mehrwert ist an allem schuld. Lustspiel oder Charakterkomödie? Solidarität ist gut, aber ausverkauft. Meyerhold meets David Lynch, sie treffen im Kaffeehaus zufällig Molière, unterhalten sich über Goldoni und das Werkraumtheater kreiert eine Posse. Schopenhauer achtet im Hintergrund auf die konsequente erkenntnistheoretische Durchführung seines „principii individuationis“. Glauben sie an das Theater? Ja, aber natürlich, Theater verändert die Welt! Diese Posse wird eine Revolution.





04/06 Kettenhunde - Freigangproduktionen

Text/Regie: Petra Nachbaur
Schauspiel und Tanz: Nicole Hopfer, Astrid Prieling, Heike Lernbeiss, Leo Rögner, Martina Pusterhofer
Licht: Patrick Suppan
Raum: Christian Hütter
Musik: initiative wortspende
Film: freigangproduktionen

 

Hintergrund
nichts kann einen Kettenhund so wütend machen, wie der Anblick eines streunenden Artgenossen

der Mythos von Kain und Abel, Stabilität und Bewegung, die sich als Pole gegenüberstehen und Urgrund allen gesellschaftlichen und individuellen Handelns sind, ist Grundlage dieser Auseinandersetzung.
Die Angst vor denen und die Macht derer die wandern, Aggressionen, die der Anblick von Menschen, die sich außerhalb der gemachten Regeln bewegen, auslöst, sind die Themen dieser Performance.





05/06 Tatort Chor - Theatergruppe Dagmar

Eine junge und engagierte Theatergruppe -  welche im wahrsten Sinne des Wortes - MUSIKALISCH, KRIMINALISTISCH, BESTIALISCH, schlicht weg eine kurzweilige Uraufführung unter der Leitung von Dagmar präsentierte.


Erfrischend frech und sehr engagiert bot sich dem Puplikum einen überzeichneten Einblick in die verworrene Gedankenwelt von CSI von Miami über New York bis L.A.





06/06 Francesco Cardeloni

In dem Stück "Die Herren als Damen" bezaubern 4 Künstlern in über100 Kostüme, 60 Perücken und 30 Paar Schuhe und verzauberten so die Zuseher über 120 Minuten mit einem Feuerwerk an Farben und Humor.

 

Es klingt beinahe wie ein amerikanisches Märchen, dennoch ist es wahr:
Francesco Cardeloni wuchs wohlbehütet im niederösterreichischen Berndorf auf
und erlernte den Beruf eines Gärtners und Floristen. Doch in seinem Innersten war er nicht zufrieden und flüchtete sich aus dem Alltag eines Tellerwäschers in einem Restaurant in eine andere Welt. Eine Welt rund um Phantasie, Genuss und Unterhaltung. Das war es! Menschen zu unterhalten, ihnen einen vergnügten und entspannten Abend zu ermöglichen, das wurde Francesco's Ziel und Bestimmung.





06/06 Medea - Schaubühne Graz

Regie: Christian M. Müller
Musikalische Leitung: Ingo Rieber

 

Der Ursprung der griechischen Tragödie liegt in den rituellen Festen zu Ehren des Weingottes Dionysos begründet. In der griechischen Tragödie konnte man durch jedwedes Handeln nur schuldig werden.


Das Schicksal oder die Götter bringen den Akteur in eine unauflösliche Situation, den für die griechische Tragödie typischen Konflikt, welcher den inneren und äußeren Zusammenbruch einer Person zur Folge hat. Es gibt keinen Weg, nicht schuldig zu werden. Nun ja, und was sagen unter solchen Voraussetzungen dann Medea, Jason, Kreon und Glauke?


Die schaubühneGRAZ weiß auch keine Antwort darauf - aber sie kann diese Tragödie des Lebens zumindest einmal in Bilder fassen und darstellen.





06/06 Eduardo Carpussi & Marianna Flores - TangoGRAZioso

 

 

TangoGRAZioso präsentierte diesmal im Rahmen der Milonga das interational gefeierte Tanzpaar Eduardo Carpussi und Marianna Flores. Mit ihrer einzigartigen Fähigkeit die Musikt des Tango Argentino tragischkomisch zu interprtieren haben sie die Bühnen dieser Welt im Sturm erobert. 

 

In den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts legte der allzu früh verstorbene Professor Klaus Johns mit seiner Musik den Grundstein für eine neue Heimstatt des Tango Argentino in Graz. Eine Gruppe von Tangobegeisterten gründete in der Folge den Verein Tango GRAZioso, der seit 1994 den Volkstanz und das Lebensgefühl des Tango Argentino pflegt.

 

Die Aktivitäten von Tango GRAZioso umfassen neben der Organisation von Tango-Tanzkursen mit europäischen und argentinischen Maestros auch die Veranstaltung von Tanzabenden und Konzerten mit heimischen und internationalen Künstlern.

 





07/06 Radio Supancic - Mike Supancic

"Wo der Wahnsinn ist, gibt's immer was zum Schauen."

So die programmatischen Worte von Chefredakteur Mike Supancic, kaum hatte er seinen neuen Sender angeworfen. Ein Exklusiv-Vertrag zur Berichterstattung von der "Olympiade der verzweifelten Österreicher" war schnell unterschrieben. Die beliebte Aktion "Österreich sucht den Super-Fleischhacker" machte Quote zum Quadrat und von diesen Höhepunkten weg ging es nur noch steil bergauf. Alle wollten sie hören: die größten Hits der 20-er bis 90-er Jahre. Und sogar ein paar aus den Jahrzehnten, die noch vor uns liegen.

"Liebe Tod und 1000 Schlager!" mit diesem kultigen Leitbild katapultierte sich die trendig-hype Power-Station in den ultrageilsten aller Radiohimmel.






09/06 BECKETT.SILENCE

Co-Produktion von dramagraz, Literaturhaus Graz, echoraum Wien,
in Zusammenarbeit mit ANDRÄ KUNST Graz

 

Von Ernst. M. Binder
Regie: Ernst. M. Binder

 

BECKETT.SILENCE ist eine Auseinandersetzung mit der Stille. EIN EINZIGER SCHREI. Salopp gesagt begegnet hier der Dichter Samuel Beckett sich selber oder auch nicht. Die 13 "TEXTE UM NICHTS" Becketts bilden die Grundlage dieser Überschreibung, der Dichter selbst kommt nicht zu Wort, noch wird er zitiert: Zu hören, und zu sehen, und als Stille in sich selbst wahr zu nehmen wird nur eine Auseinandersetzung mit einem der bedeutendsten Dichter des letzten Jahrhunderts sein, der am 13. April vor hundert Jahren geboren wurde. Wohin ginge ich, wenn ich gehen könnte, was wäre ich, wenn ich sein könnte, was sagte ich, wenn ich eine Stimme hätte, wer spricht so und nennt sich ich? (Beckett)Wer hat je den Ursprung von uns [mir, dir] treffender, wahrhaftiger benannt, als diese Zeilen es vermögen...

 






09/06 SPOONFACE STEINBERG

Theater Mundwerk

 

Von Lee Hall
Regie: Martin Horn

 

Was ist eigentlich der Sinn von allem, wenn du doch sterben musst? Bäume, Sträucher, Hungersnöte, der Krieg und das Unglück, die Bleistifte oder der Kugelschreiber: Was ist der Sinn all dieser Sachen?

 
Spoonface Steinberg zeichnet durch feinsinniges Spiel das Sterben eines autistischen Mädchens nach und offenbart dadurch einen faszinierenden Blick auf einen uns fremd gewordenen Umgang mit dem (eigenen)Tod. Uns vertraute Gefühle wie Angst, Hilflosigkeit und Mitleid bestimmen wesentlich das Verhalten der Eltern und vieler dem Kind nahe stehenden Menschen, nicht aber das des Mädchens. Mit einer wunderbaren Mischung aus Naivität und Weisheit begegnet das Mädchen dem Unfassbaren und lässt uns mit seinen Augen sehen. Untrennbar ist der Tod mit dem Leben verbunden. Mit der so scheinbaren Weltfremdheit einer Autistin stellt Spoonface immer wieder die richtigen und großen Fragen und findet für sich einen Weg, der jenseits von Angst und Verzweiflung vermag mit dem Tod Schritt zu halten.

 

 






09/06 strike me - stroke me

Schindelkilliusdutschke, Berlin (D)
Kammermusiktheater von und mit schindelkilliusdutschke
in Kooperation mit Konzerthaus Berlin

 

Regisseur: Mathias Rebstock
Mitwirkende: Volker Schindel, Rainer Killius, Tobias Dutschke

 

Was hat der Schlager mit dem Schlagbaum zu tun? Und das Streichquartett mit dem Klingelstreich? Das Kammermusiktheaterstück "strike me - stroke me" ist eine phantasievolle, hintersinnige Erkundungstour durch die Welt des Schlagens (to strike) und des Streiche (l) ns (to stroke). Mit viel Sinn für absurden Humor treibt das Ensemble seine Wortspiele. Auch musikalisch führt das Trio zusammen, was sonst nicht zusammen gehört: Von Peter Alexander bis John Cage.

 

 






09/06 Preisverleihung: theaterlandPREIS 2006

 

theaterlandJURY
Anja Dirks, Dramaturgin, Theaterhaus Gessnerallee Zürich
Evamaria Stueting, Dramaturgin, Kampnagel, Hamburg
Marcel Cremer, freier Regisseur, St. Vith, Belgien
Alfred Meschnigg, Theaterwissenschafter, freier Regisseur, Villach

 

Das TIB erhält den Preis nun zum dritten Mal in Folge, allerdings kann die Jury die Vorgeschichte des Preises in die Entscheidungsfindung nicht mit einbeziehen. «Nicht einmal Hundescheisse» ist ein Stück im öffentlichen Raum, das diesen als Bühne zu nutzen weiss. Die Zuschauer werden als Teil der Realität mit in das Geschehen einbezogen, ihr Blick wird auf ein geschickt ausgewähltes Stück Stadt gelenkt. Der öffentliche Raum wird zum Naturtheater, die zufälligen realen Geschehnisse erfahren eine poetische Überhöhung. Durch den Einsatz der Tonspur und durch dramaturgische Sprünge wird die theatrale Handlung deutlich fiktionalisiert. Die Reibung einer fast holzschnittartigen Erzähltheaterdramaturgie, die sich wenig um so genannte psychologische Wahrscheinlichkeiten schert, mit dem Alltagsleben der Stadt, schafft
einen melancholischen Zauber. Erzählt wird von der Flüchtigkeit des
Seins, im Alltag verborgene geheime Räume tun sich überraschend auf. Die Souveränität, der Mut mit dem hier ausserordentliche Mittel ganz selbstverständlich zusammengesetzt werden ist schlicht begeisternd. Eine nicht nur im Grazer oder steirischen Kontext, sondern
international herausragende Produktion.

 

Wir gratulieren.

 

 







09/06 Out of Functions

Steirischer Herbst: Mart Kangro

 

Konzept: Mart Kangro (EE)
Darsteller: Mart Kangro (EE), Krõõt Juurak, Manuel Pelmus

 

Man könnte sagen, es mangelt „Out of Functions“ an einer Story – schließlich ist es ein Stück über alles und nichts. Und dennoch gibt es Gelächter, Leidenschaft und Tränen. Wie in einem guten Drama.
Aber selbst da, wo vermeintlich eindeutig über die Dinge gesprochen, getanzt, gesungen wird, über Dinge, die jeder kennt, selbst da geht es doch immer vor allem darum, wie viel und wie man es sagen muss, um verstanden zu werden. Zugleich geht es um nichts anderes als Handlung und um das eigene Leben: Geschichten, Erinnerungen, Ereignisse, zufällig, präzis.

 

 






10/06 Menschenfreund - Thomas Maurer

Regie: Petra Dobetsberger
Musik: Wolfgang Trockner
Kostüm: Lilo Almog
Bühnengrafik: COP

 

 

Tausende geschliffene Pointen gegen die Mächtigen, hunderte eigenhändig
signierte Unterschriftenlisten, Unmengen von Benefizauftritten für
unterschiedlichste gute Zwecke, wohltätige Weinversteigerungen sonder
Zahl sowie mehrere hundert Liter persönlich zugunsten von Ute Bocks
Flüchtlingshilfeprojekt konsumiertes Bier: Thomas Maurers Gutmenschen-
Bilanz ist ohne Frage eindrucksvoll. Wer wollte es ihm da verdenken, dass er allmählich eine gewisse Sehnsucht nach Entschleunigung, Abgeklärtheit und einem eigenen Garagenplatz im Haus hat?
Weil, natürlich, die Freiräume im Kopf sind am wichtigsten. Aber eine
geräumige Wohnung hat schon auch was. Wo soll da bitte das Problem sein?

 






10/06 Improtheater Martin Kollegger

Regie: Publikum
Leitung: Martin Kollegger

 

 

Viele Dinge im Leben vermitteln ein ganz spezielles Wissen über bestimmte Themen.
Nur wenige Bereiche vermitteln ein Wissen mit so vielschichtigen Aspekten, wie der des Theaterspielens. Im Improtheater werden die Bewegungsmuster der Darsteller über Bord geworfen. Das Publikums gibt die Themen vor und die Schauspieler setzen diese aus dem Zusammenhang gerissenen Alltagsituationen interaktiv und improvisierend in Echtzeit auf der Bühne um. 






11/06 geschlechtsverlust

Leitung/Sukulptur: Richard Ludersdorfer
Bildende Kunst: Birgit Lichtenegger
Musik: The Holy Moly
Performance: tanzbAAr and Friends
 

 

Was bedeutet es Mann oder Frau in der gegenwärtigen sozialen, politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Landschaft zusein? Finden wir zu einem System, in dem geschlechtliche Macht nicht zum Gesetz wird, der Mensch zu seinem Geschlecht findet und so seine ureigensten Fähigkeiten zulassen kann oder wollen wir die Unfruchtbarkeit einer geschlechtsverlustigen Gesellschaft bis zu ihrer Auslöschung kaschieren.






Podiumsdiskussion                                                                                                 
Dr. Charlotte Grollegg-Edler (Germanistin und Kunsthistorikerin)
Edith Zitz (LAbg. Kultursprecherin der steirischen Grünen)
Angelika Aliti (Autorin)
Gustav Troger (Bildender Künstler)
Dr. Josef Zollneritsch (Psychologe)
Moderation: Wolfgang Schaller (ORF)

 





11/06 Wozzek

oder das Leben liebt die Klinge

von Alexander Widner Uraufführung

 

Inszenierung: Alexander Mitterer
Wozzek: Arturas Valudskis
Doktor: Hermann Kogler
Tambourmajor: Alexander Mitterer
Marie: Klaudia Reichenbacher
Musik: Annelie Gahl'
Bühne/ Lichtdesign: Ernst Hubmann
Kostüme: Klaudia Reichenbacher

 

Als Menschenversuchsreihe schreibt Alexander Widner den Büchnerschen Woyzeck weiter. Der Wozzek und seine Marie und der Tambourmajor werden von einem Doktor im Dienste der Wissenschaft als Experiment missbraucht, in ihrer Selbstbestimmung manipuliert und aufeinander gehetzt. Die Allmachtsphantasie der Wissenschaft schafft sich die eigene Moral und die gequälten Menschen stellen endlich Fragen über das materielle Leben hinaus. Die Musik von Annelie Gahl macht als „Lärm der Seele“ die innere Stimme der intuitiven Intelligenz hörbar und erfasst die Erinnerung: Der Tod ist nicht das Ende.

 






02.12.2006 u.a. mia.madre.mio - subsTANZ

 

Mitwirkende: Thomas Bergner, Elisabeth Cartellieri, Johannes Lerch, Mona May

Ausgehend von der Begegnung mit einer Tänzerin, die ihr ganzes Leben dem Tanz widmete, die sich dabei selbst genügte, die in einer Art seelischer Isolation und  Abgewandtheit, in einer verblüffenden Weltfremdheit doch der Welt so nahe war, die sich stets mit den Anweisungen des/der jeweiligen Choreographen/in begnügte. Sie wollte nur tanzen. Fliehen? Warum? Wohin? Eine Bilderflut: Bilder aus dem Leben eines Menschen. Einer Frau. Eines kleinen Kindes. Ein Wunsch. Wehmut. Ein anderes Bild, einer anderen Frau. Ihre Mutter. Verwirklichung. Dann wieder eingesperrt in sich. Und wieder Bilder, Begegnungen mit Menschen, eingegossen in ein Hoffen, das sich nie erfüllen wird. Eine beklemmende Sehnsucht nach Ausbruch. Aus einer Rolle. Eine alte Frau. Ein Leben, ein Weg und keine Kreuzung mehr. Ist es das Ende? Oder beginnt der Tanz, ihr ganz persönlicher Tanz erst? Text: Mona May

 

 




 
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